
Brandenburger Straße zwischen Am Bassin und Friedrich-Ebert-Straße.
Nach umfassender Modernisierung fertiggestellt
Der Abschnitt der Brandenburger Straße zwischen Am Bassin und Friedrich-Ebert-Straße ist nun offiziell als Fußgängerzone freigegeben. Nach rund 14 Monaten Bauzeit – mit jeweils etwa zweimonatigen Unterbrechungen während der Winter- und Weihnachtsmarktzeiten 2024 und 2025 – wurde der Bereich von einer Anliegerstraße zu einem attraktiven und barrierearmen Raum im Herzen der Potsdamer Innenstadt umgestaltet.
Auf einer Länge von rund 70 Metern und bei einer Gesamtbreite von etwa 15 Metern wurde das Projekt gemeinschaftlich von der Landeshauptstadt Potsdam, der Energie und Wasser Potsdam GmbH sowie der Netzgesellschaft Potsdam GmbH umgesetzt. Neben der gestalterischen Aufwertung der Oberfläche standen umfangreiche Arbeiten an der unterirdischen Infrastruktur im Mittelpunkt. „Mit der Fertigstellung dieses Bauabschnitts wird die Brandenburger Straße weiter gestärkt: Die neue Fußgängerzone verbindet Aufenthaltsqualität mit moderner, leistungsfähiger Infrastruktur und trägt damit zur nachhaltigen Entwicklung der Potsdamer Innenstadt bei“, sagt der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Bernd Rubelt.
Bei dem Bauprojekt wurden der Mischwasserkanal sowie sanierungsbedürftige Hausanschlüsse für Regen- und Schmutzwasser erneuert. Zusätzlich erfolgte der Austausch von Straßenabläufen und zugehörigen Zulaufleitungen. Auch die Trinkwasserleitung wurde teilweise mit den zugehörigen Hausanschlüssen modernisiert. Darüber hinaus wurden verschiedene Elektroleitungen neu verlegt, alte Kabel zurückgebaut und der unterirdische Bauraum geordnet. Eine zentrale Maßnahme war zudem die Umverlegung einer 10-Kilovolt-Hauptzuleitung zu einem Transformator im Innenhof sowie die Neuordnung der zugehörigen Straßenquerung. Für die öffentliche Beleuchtung wurden die Kabel erneuert und insgesamt acht neue Lichtmasten aufgestellt. Ergänzend dazu verlegten die Projektpartner Leerrohre für zukünftige Telekommunikationsleitungen.
Auch oberirdisch wurde der Straßenraum grundhaft neugestaltet. Die Fahrbahn wurde vollständig neu aufgebaut und der Straßenquerschnitt an den schon zuvor ausgebauten Teil der Brandenburger Straße angepasst. Der bisherige Asphaltbelag wich einem hochwertigen Granitgroßsteinpflaster, das sich in das Erscheinungsbild der Fußgängerzone einfügt. Zur Verbesserung der Barrierefreiheit wurde ein Blindenleitsystem integriert. Der neugestaltete Bereich bietet zudem Raum für Außengastronomie. Entsprechende Sondernutzungen wurden teilweise schon beantragt und können im Rahmen der geltenden Regelungen für die Fußgängerzone der Brandenburger Straße genehmigt werden.
Der Boulevard des Films wurde um weitere sechs Filmplatten erweitert. Darunter „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, „Babylon Berlin“ und „Inglourious Basterds“. Um die Inschriften sichtbarer zu gestalten, wurde eine veränderte Farbmischung angewandt. Diese soll, wenn sie sich nach einer geeigneten Erprobungszeit als gut geeignet erweist, auch für alle anderen Filmplatten verwendet werden.
Am 4. Juli 2024 wurde der Boulevard des Films in Potsdam, Deutschlands erster und einziger Unesco Creative City of Film, eröffnet. Im Zuge der komplexen Sanierung der Brandenburger Straße werden auf 80 x 80 cm großen Granitplatten nach und nach 55 der für Potsdam wichtigsten Filme in die neue Pflasterung integriert. Die Filme wurden von einer Expertenjury ausgewählt. Kriterien für die Auswahl der Filme waren: Bedeutung für den Standort (Kreativität aus Potsdam), gesellschaftliche Relevanz, Publikumserfolg/Kultcharakter des Films, besondere künstlerische oder technische Leistung sowie Auszeichnungen und Preise für die Werke.
Potsdam, 13.03.2026Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam
2026-03-13
2026-03-13 14:11:47
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