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Potsdam, 22.04.2021

Am Brauhausberg entsteht ein neuer Stadtplatz


Viel Grün, Promenade, Brunnen und Spielplatz am Brauhausberg geplant / Umbau beginnt im Juni / Hasso Plattner, Sophia Eltrop und Mike Schubert stellen Projekt vor

Die städtebauliche Entwicklung am Brauhausberg schreitet weiter voran. Landeshauptstadt Potsdam, Hasso-Plattner-Stiftung und die Stadtwerke Potsdam haben heute, 22. April 2021, gemeinsam die städtebauliche Neuordnung des Areals am Brauhausberg vorgestellt. Entstehen wird in den kommenden Monaten ein neuer Stadtplatz mit Promenade, Brunnen und Spielplatz im Bereich zwischen dem Sport- und Freizeitbad blu den Berg aufwärts bis zum künftigen Kunstmuseum Minsk. Im „Minsk“, ein 1977 eröffnetes Terrassen-Restaurant, benannt nach der Hauptstadt von Belarus, wird Prof. Hasso Plattner von Frühjahr 2022 an seine Sammlung von Kunst aus der früheren DDR in Dialog mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen präsentieren.

Oberbürgermeister Mike Schubert: „Der große Zuspruch in der Gesellschaft für das Projekt und die parteiübergreifende Einigkeit belegt, dass dieses einstige Streitobjekt zu einem identitätsstiftenden Element der Kunst und des Städtebaus in der Landeshauptstadt geworden ist. Mit dem Verzicht auf Baumasse, mehr Grün und einem neuen, attraktiven Stadtplatz gelingt uns an dieser Stelle der Idealfall dessen, was man behutsame Stadtentwicklung nennt. Ich danke Hasso Plattner und seiner Stiftung für das Engagement.“

Prof. Hasso Plattner sagt: „Mit der Rettung und Restaurierung des Minsk und Wiederherstellung des Umlands erhält Potsdam einen Ort, an dem die architektonischen und künstlerischen Errungenschaften der DDR erhalten bleiben und der mit gegenwärtiger Kunst zum Dialog und zur Begegnung einlädt.“

„Das Gestaltungskonzept geht über alle Grundstücksgrenzen hinweg und wird dem Museum und damit zu unserer Freude auch dem Sport- und Freizeitbad blu künftig eine sehr attraktive städtebauliche Eingangssituation und Aufenthaltsqualität bieten“, sagt Sophia Eltrop, Geschäftsführerin der Stadtwerke Potsdam.

Im Rahmen des Ankaufs der Grundstücke am Brauhausberg durch die Hasso-Plattner-Stiftung im Jahr 2019 war auch eine Neugestaltung des Vorplatzes unterhalb des ehemaligen Terrassenrestaurant vereinbart worden. Geplant sind auf einer Fläche von 6000 Quadratmetern drei terrassierte, eingefasste Rasenflächen mit drei integrierten Brunnen entlang einer Wegpromenade, eine Spielfläche mit Geräten und Trampolinen entlang eines barrierefreien Erschließungsweges sowie eine kleine Stellplatzfläche für vier Behindertenstellplätze und zwei E-Ladeparkplätze. Zudem sollen ein Entreéplatz und neue Sitzbänke mit Beleuchtung errichtet werden und der Umbau der Max-Planck-Straße erfolgen. Entwickelt wird der Stadtplatz vor dem früheren Terrassenrestaurant in drei Bauabschnitten. Die heute zur Verfügung stehenden Bereiche vor dem Sport- und Freizeitbad bis zum Minsk sollen in den kommenden Monaten umgebaut werden, ein dritter Bauabschnitt erfolgt nach dem Umbau des Leipziger Dreiecks ab dem Jahr 2023. Dann wird der Stadtplatz zudem etwas erweitert. Baubeginn für das Vorplatzareal soll im Juni 2021 sein.

Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen etwa 4 Millionen Euro. Beim Verkauf der Grundstücke wurde vereinbart, dass ein Teil des Kaufpreises von der Hasso-Plattner-Stiftung für die Neugestaltung des Stadtplatzes verwendet wird. Die andere Hälfte der Kosten tragen die Stadtwerke und die Landeshauptstadt.

Das Gebäude Minsk war in den 70er-Jahren ursprünglich als HO-Gaststätte geplant gewesen. Da die Stadt Potsdam in der damaligen Partnerstadt Minsk ein „Restaurant Potsdam“ errichten wollte, kam die Idee auf, das umgekehrt auch in Potsdam mit einem „Restaurant Minsk“ umzusetzen. Minsk-Architekt Karl-Heinz Birkholz plante um und realisierte die neue Gaststätte bis zum 70. Jahrestag der Oktoberrevolution im November 1977.

Potsdam, 22.04.2021

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2021-04-22 16:37:01 Vorherige Übersicht Nächste


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