Eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt, entstand in den Jahren 1662 bis 1669. Inspiriert durch den holländischen Stil des Jacob van Campeus, entwarf vermutlich Johann Gregor Memhardt auf Anweisung des Kurfürsten Friedrich Wilhelm die Baupläne des dreigeschossigen Hauptgebäudes. Mitwirkender war der Stadthalter des Kurfürsten in Kleve, Johann Moritz von Nassau – Siegen. Am Alten Markt gelegen ersetzte es einen früheren Renaissancebau, der 1589/99 unter der Kurfürstin Katharina errichtet worden war. Damit lag es auch auf dem Areal der 1375 erstmals erwähnten deutschen Burg am Havelübergang. An den Hauptbau schlossen sich zwei Seiten- und ein Mittelrisalit mit belvedereartig geschmückten Aufbauten an. Rechts und links des Schlosses umfassten zwei eingeschossige Seitenflügel, im Norden durch einen Querbau mit Portal abgeschlossen, den Schlossplatz. Nach Plänen von Michael Mathias Smidt und Johann Arnold Nering veränderten umfangreiche Baumaßnahmen in den Jahren 1679 bis 1682 das Aussehen des Schlosses.
Die Seitenflügel wurden bis zum Alten Markt verlängert und durch eine halbkreisförmige Galerie mit integriertem Portal abgeschlossen. In diesem Bereich konstruierte Jean de Bodt 1700/01 das Fortunaportal. Unter Federführung des Bauherrn
Friedrich II. und nach Plänen des Georg Wenzeslaus von
Knobelsdorff erhielt das Stadtschloss zwischen 1744 und 1752 sein endgültiges, repräsentatives Aussehen.
Nach der Zerstörung des Stadtschlosses am Ende des 2. Weltkrieges folgte der Abriß der Ruine im Jahre 1959/60. Am 27.01.1999 wurde durch die Stadtverordnetenversammlung die originalgetreue Wiedererrichtung des Fortunaportals auf den Originalfundamenten beschlossen.