
Tag des Glasrecyclings am 19. September
3.900 Tonnen Altglas pro Jahr in Potsdam / 136 Standorte mit 400 Glascontainern
In Potsdam fallen jährlich rund 3.900 Tonnen Altglas an. Zur Entsorgung stehen den Potsdamerinnen und Potsdamern 136 Standorte für Glascontainer mit insgesamt etwa 400 Behältern zur Verfügung. Doch was passiert mit den Saft- und Weinflaschen, den Marmeladen oder Konservengläsern, nachdem sie im Altglascontainer verschwinden? Zum Tag des Glasrecyclings am 19. September informiert die Abfallberatung über leere Glasverpackungen und den wertvollen Recyclingkreislauf.
Vom Altglascontainer zu neuem Glas
In Potsdam wird Altglas nach Weiß-, Grün- und Braunglas getrennt gesammelt. Blaues oder andersfarbiges Glas gehört in den Behälter für Grünglas. So werden die unterschiedlichen Glasfarben bereits beim Sammeln möglichst sortenrein gehalten. Nach der Sammlung wird das Glas aufbereitet und von Fremdstoffen wie Deckeln oder Verschlüssen befreit. Anschließend werden die Scherben eingeschmolzen und können als Rohstoff für neue Glasverpackungen dienen. Da Glas immer wieder eingeschmolzen und neu verarbeitet werden kann, bleibt es langfristig im Rohstoffkreislauf erhalten.
Was gehört in den Altglascontainer und was nicht?
In den Altglascontainer gehören leere Glasverpackungen wie Wein- und Saftflaschen, Marmeladen- und Konservengläser. Eine Glasflasche hat eine andere Zusammensetzung als beispielsweise ein Trinkglas, eine Fensterscheibe oder eine Auflaufform. Dadurch unterscheiden sich auch ihre Eigenschaften sowie Schmelz- und Verarbeitungstemperaturen. Kaffeetassen, Trinkgläser, Keramik und Porzellan, Auflaufformen, Fensterglas oder Spiegel gehören deshalb nicht in den Altglascontainer. Sie können den Schmelzprozess stören, die Qualität des Recyclingglases beeinträchtigen und im schlimmsten Fall sogar Schäden an den Anlagen verursachen. Auch Pfandflaschen aus Glas und Mehrweg-Glasflaschen gehören nicht in den Altglascontainer, sondern zurück in den Pfandautomaten im Supermarkt. Erkennbar sind sie an den entsprechenden Hinweisen auf den Flaschen. Ist es etwas anderes aus Glas oder glasähnlichem Material oder besitzt ein Pfandzeichen? Dann gehört es an einen anderen Entsorgungsort.
Nicole Prestin, Bereichsleiterin des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers, ergänzt: „Alle Potsdamerinnen und Potsdamer können dazu beitragen, dass aus Potsdamer Altglas wieder neues Glas werden kann. Damit Anwohnende nicht gestört werden, achten Sie bitte auf die Einwurfzeiten bei den Glascontainern, montags bis samstags von 7.00 bis 20.00 Uhr.“
Potsdam, 18.09.2026Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam
2026-09-18
2026-09-18 22:36:51
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