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Potsdam, 16.03.2015

Sanierung des Wasserwerkes Nedlitz abgeschlossen

Der internationale Tag des Wassers am 22. März 2015 steht unter dem Motto „Wasser und nachhaltige Entwicklung – Water and Sustainable Development“. Damit wollen die Vereinten Nationen das Bewusstsein der Menschen für die Ressource Nr. 1 – das Wasser – schärfen, denn Wasser ist die Basis aller Lebensformen.

„Trinkwasser in Spitzenqualität ist nicht selbstverständlich. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern herrscht ein eklatanter Mangel an sauberem Wasser. Was bei uns einfach so aus dem Hahn sprudelt, ist dort ein rares Gut. Hier zeigt sich, dass die nachhaltige Wasserversorgung, wie sie die deutsche Wasserwirtschaft und die Energie und Wasser Potsdam (EWP) praktizieren, der richtige Weg ist“, sagte der technische Geschäftsführer der EWP, Wilfried Böhme, im Vorfeld des Weltwassertages.

Ein aktuelles Projekt zur nachhaltigen Sicherung der Ressourcen und der Qualität in unserer Region ist die Sanierung des Wasserwerkes Nedlitz. Es versorgt im Wesentlichen die nördlichen Ortsteile, das Bornstedter Feld, Bornim und die Bereiche bis hin zur Potsdamer Innenstadt und Berliner Vorstadt. Damit erhalten bis zu 35.000 Einwohner ihr Trinkwasser aus Nedlitz.

Im März 2015 wurde die bautechnische und anlagentechnische Sanierung abgeschlossen. Mit der Fertigstellung des letzten Teilprojektes ist das Wasserwerk Nedlitz als wichtiger Bestandteil der „EWP Wasserstrategie 2030“ nun bereit, die hohen Anforderungen aus dem rasanten Bevölkerungszuwachs von Potsdam zu bewältigen.

Die Trinkwasserschutzzone wurde bereits im Jahr 2003 neu festgesetzt. Das Wasserwerk Nedlitz war damit das erste der Potsdamer Werke, das eine Schutzzone nach neuem Recht erhalten hatte. In Trinkwasserzonen bestehen spezielle Verbote, Gebote oder Genehmigungsvorbehalte. Diese Schutzgebiete stellen ein wichtiges Instrument zur Minimierung von Risiken in den sensiblen Einzugsgebieten von Trinkwasserressourcen dar. In Deutschland sind dies ca. 13.250 Schutzgebiete, die einem Anteil von knapp 14 Prozent der Landesfläche Deutschlands entsprechen. 

Mit der aufwendigen Sanierung über die letzten neun Jahre mit Gesamtkosten von ca. drei Millionen Euro ist nun auch das Wasserwerk Nedlitz auf dem neuesten Stand und trägt zur sicheren Versorgung der Landeshauptstadt Potsdam bei. 

Die Erneuerung der kompletten Filterhalle war das letzte der 2006 begonnenen großen Projekte zur technischen Überholung des Wasserwerkes Nedlitz. Vorangegangen sind Neubohrungen von Brunnen, die Sanierung der Reinwasserkammern, die Ausstattung der Maschinenhalle mit modernen und energieeffizienten Reinwasserpumpen, die Erneuerung sämtlicher Reinwasserrohrleitungen und der kompletten Filteranlage. Sukzessive wurden auch die Mess-, Steuer-, und Regeltechnik auf den modernsten Stand gebracht. 

Die Doppelkammerschnellfilter, Rohrleitungen und Armaturen aus den 50er Jahren wurden in zwei Bauphasen bei laufendem Betrieb des Wasserwerkes erneuert. Die Filterhalle erstrahlt nach der baulichen Sanierung in neuem Glanz. Nötig wurde diese Maßnahme durch die zunehmende Störanfälligkeit und erheblichen Korrosionsschäden an der bestehenden Anlage. Die Technologie hatte sich in den vergangen Jahrzehnten bewährt, erforderte jedoch nunmehr eine grundlegende Modernisierung und Automatisierung. Eine wesentliche Veränderung ist die Umstellung auf pneumatisch angetriebene Absperr- und Regelklappen an den Filtern des Wasserwerkes. 

Der internationale Tag des Wassers wurde 1992 auf der Vollversammlung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro ins Leben gerufen. Hintergrund war die Agenda 21, die im Juli 1992 von den Vereinten Nationen beschlossen wurde. Darin werden die Probleme und Notwendigkeiten einer nachhaltigen Entwicklung der Wassernutzung und -versorgung behandelt. Die EWP veranstaltet alle zwei Jahre aus diesem Anlass Tage der offenen Tür im Wasserwerk Leipziger Straße, zuletzt im vergangenen Jahr.

Potsdam, 16.03.2015

Veröffentlicht von:
Energie und Wasser Potsdam

Info Potsdam Logo 2015-03-16 13:50:18 Vorherige Übersicht Nächste


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