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Potsdam, 20.01.2009

Potsdam 2009 - Stadt der Bürgerinnen und Bürger

20.01.2009 - Ausstellungen, Vorträge, Tage der offenen Tür, Feste, Diskussionsrunden und Führungen von Potsdamer Einrichtungen, Vereinen und Verbänden berichten im Rahmen des Potsdamer Themenjahres „Potsdam 2009 - Stadt der Bürgerinnen und Bürger" von der Kraft, dem Mut und dem Willen der Menschen, die sich für die Entwicklung demokratischer Strukturen in ihrer Stadt und ihrem Heimatland engagiert haben und noch immer engagieren.

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs: „Ich bin ganz beeindruckt von der Vielzahl an Veranstaltungen unterschiedlichster Art. Schwerpunktmäßig befassen sich die meisten, wie könnte es auch anders sein, mit den Themen 200 Jahre konstituierende Sitzung der ersten Potsdamer Stadtverordnetenversammlung, 100 Jahre Potsdam-Museum und 20 Jahre Mauerfall."

Traditionell wird das Potsdamer Themenjahr im Rahmen des Neujahrsempfangs des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Potsdam eröffnet. Seinen offiziellen Abschluss findet es in diesem Jahr mit dem Bürgerfest auf der Glienicker Brücke in den Abendstunden des
10. Novembers. „Das Fest, das in Kooperation mit dem Landtag Brandenburg, der Landesregierung Brandenburg und der Landeshauptstadt Potsdam durchgeführt wird, soll an die Öffnung und die Begegnungen der Menschen von vor 20 Jahren erinnern und die damalige emotionale Ausnahmesituation im Veranstaltungsablauf aufzeigen", so Jakobs.

Die Würdigung des 200-jährigen Jubiläums der konstituierenden Sitzung der ersten Potsdamer Stadtverordnetenversammlung erfolgt vor allem im Rahmen des Bürgerfestes im Stadthaus am 29. August, im Rahmen von Veranstaltungen des Potsdam Museums und seines Fördervereins sowie in Form einer Fachveranstaltung, die das Kommunalwissenschaftliche Institut der Universität Potsdam und der Brandenburgische Städte- und Gemeindebund gemeinsam vorbereiten und durchführen", so Jakobs. Die Direktorin des Potsdam-Museums Dr. Jutta Götzmann hebt hervor, dass es u.a. Vorträge über die Potsdamer Stadtverordneten-versammlung von der Weimarer Republik bis zur Auflösung 1934, über die Stadtverordneten von 1946 bis zum Ende der DDR und über den Neuanfang 1990 geben wird. In Stadtführungen sollen die Orte aufgesucht werden, an denen die Potsdamer Stadtparlamente tagten.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Potsdam-Museums ist eine Ausstellung unter dem Titel „100 Jahre ‚Kunst ohne König’ - Privates und öffentliches Sammeln in Potsdam" im Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte geplant. Diese wird gemeinsam mit dem Potsdamer Kunstverein vorbereitet, der in 2009 ebenfalls auf sein 100-jähriges Gründungsjubiläum seines Vorgängers zurück blicken kann. Mit der Kabinettausstellung „100 Jahre - 100 Exponate" setzt das Potsdam-Museum in der Benkertstraße den Fokus auf die eigene Sammlung. Unter verschiedenen thematischen Schwerpunkten werden Exponate der Sammlung ins Licht gerückt, die vielen Potsdamern und Potsdamerinnen sicherlich unbekannt sein dürften. „Im Jubiläumsjahr soll verstärkt das Interesse für das Potsdam Museum und für seine kunst-, und kultur- und stadtgeschichtliche Sammlung geweckt werden, welche ab 2012 im Rahmen der neuer Dauerausstellung im Alten Rathaus zugänglich sein wird", so Dr. Jutta Götzmann. Die Sammlungsbestände des Potsdam-Museums, die im Laufe der vergangenen 100 Jahre als eine Art „historisches Gedächtnis der Stadt" zusammengetragen wurden, umfassen heute über 250 000 Objekte.

Die Tatsache, dass gut ein Drittel aller im von der Landeshauptstadt Potsdam herausgegebenen Veranstaltungskalender sich den Vorgängen des Wendejahres 1989/90 und dem Leben in der DDR widmen, zeigt ein anhaltendes Interesse an diesen Themen.

Die Veranstaltung der Landeshauptstadt Potsdam zum diesjährigen UNESCO-Tag in Klein Glienicke dürfte in diesem Zusammenhang von besonderem Interesse sein. Sie hat gleich zwei wesentliche Aufgaben zu erfüllen. Es geht um das Hervorheben eines Ortes mit UNESCO-Status und um Informationen über das Leben in einem ehemaligen Sperrgebiet. Oberbürgermeister Jakobs betont: „Wohl kaum ein anderer Ort in Potsdam ist geeigneter, die Geschichte und die Folgen des Kalten Krieges, der gegensätzlichen politischen Systeme in Ost und West und zugleich die positiven Entwicklungen seit der Wiedervereinigung Deutschlands hervorzuheben, wie Klein Glienicke." Neben der Wissensvermittlung über den Ort Klein Glienicke als UNESCO-Welterbe, erfahren die Besucher in Führungen durch das ehemalige Sperrgebiet, wie die Menschen hier vor dem Mauerfall lebten und mit welchen Folgen des Kalten Krieges sie konfrontiert waren.

Die Veranstaltungen der Bundesbehörde für Stasi-Unterlagen, des Forums zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte im Land Brandenburg e.V. oder auch Ausstellungen von Potsdamer Fotografen dokumentieren die Grundgefühle einer Gesellschaft, die zum Untergang verurteilt war. Einzelschicksale werden dabei ebenso hervorgehoben wie die Entwicklung ganzer Oppositionsbewegungen.

Die Ausstellung der Bundesbehörde für Stasi-Unterlagen „Feind ist, wer anders denkt" ist noch bis zum 31. Januar im Stadthaus zu sehen. Sie informiert über die Funktion des Ministeriums der Staatssicherheit (MfS) in der SED-Diktatur und zeigt seine Struktur, Tätigkeit und Wirkungsweise auf. Am 27. Januar 2009 gibt es im Alten Rathaus - Potsdam Forum einen Vortrag der Bundesbehörde für Stasi-Unterlagen unter dem Titel „Die inoffiziellen Mitarbeiter, Dimensionen - Arbeitsweise - Folgen".

Veranstaltungen des Forums zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte im Land Brandenburg e.V. unter dem Motto „20 Jahre Stasi-Besetzung im Land Brandenburg", „DDR-Opposition unter dem Kirchendach - Blieb den Katholiken nur die Ökumene?" oder „Die Opfer der SED-Diktatur - Garanten des Mauerfalls" geben eine differenziertere Reflexion vergangener Ereignisse.

Die Fotoausstellungen „Porträts und Orte 1989 - 2009" mit Fotos von Joachim Liebe - im Pavillon Freundschaftsinsel und „20 Jahre friedliche Revolution - Potsdam im Umbruch" mit Fotos von Frank Buschner im Potsdam-Museum spiegeln ebenfalls die historischen Vorgänge wider.

Potsdam, 20.01.2009

Veröffentlicht von:
Stadtverwaltung Potsdam

Info Potsdam Logo 2009-01-20 15:19:15 Vorherige Übersicht Nächste


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