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Potsdam, 17.08.2017

Badewasserqualität gut - Vorsicht bei Algenwachstum

Mit Fortschreiten des Sommers ist bei den nährstoffhaltigen Havelgewässern ein vermehrtes  Auftreten von Algen und auch Blaualgen zu erwarten. Darauf weist das Gesundheitsamt Potsdam hin. Bislang ist nur vereinzelt ein Algenwachstum in den Potsdamer Seen zu verzeichnen. Vorbeugend möchte das Gesundheitsamt aber darauf aufmerksam machen, dass Blaualgen Toxine bilden, die bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen können. Diese gehen unter Umständen mit Übelkeit, Erbrechen, Hautreizungen und anderen Symptomen einher.

Besonders Kleinkinder sind durch ihr Spielverhalten gefährdet, wenn sie bei starken Algenanschwemmungen im Uferbereich baden und dabei Wasser schlucken. Daher sollten Kleinkinder bei Verdacht auf Blaualgen nicht im Uferbereich spielen. Außerdem vermindert starkes Algenwachstum die Sichttiefe der Gewässer und erschwert bei Notfällen den Einsatz von Rettungsschwimmern. Bei starkem Algenwachstum wird nach dem Baden das Abduschen und Wechseln der Badebekleidung empfohlen.

Die offiziell ausgewiesenen Badestellen, das Waldbad Templin am Templiner See und das Stadtbad Park Babelsberg am Tiefen See, werden in einem Rhythmus von 4 Wochen beprobt. Alle Untersuchungsergebnisse lagen, trotz der Starkregenereignisse, weit unter den Grenzwerten der Brandenburgischen Badegewässerverordnung.

Vorsorglich werden in einem 4-wöchentlichem Abstand der Heilige See, der Baggersee am Stern, der Sacrower See, der Groß Glienicker See, der Weiße See, der Fahrländer See und der Schlänitzsee untersucht. Die vorliegenden Wasserbefunde entsprechen mikrobiologisch den Vorgaben der Badegewässerverordnung und lagen ebenfalls weit unter den Grenzwerten der Brandenburgischen Badegewässerverordnung.

Hinweis

Im Bereich einiger Badestellen, insbesondere Groß Glienicker See, Sacrower See und Schlänitzsee wurde in den letzten Wochen eine größere Anzahl von Wasservögeln (Stockenten, Schwäne und Blessrallen) beobachtet, die durch Fütterungen vermehrt angelockt wurden. Durch den Kot der Wasservögel kann es punktuell zur Beeinträchtigung der Wasserqualität im Bereich der Badestellen kommen. In diesem Zusammenhang möchten wir auf das in der Stadtordnung verankerte Fütterungsverbot von Wildtieren hinweisen. Auch Ratten können durch die Reste der Fütterungen vermehrt zu diesen Standorten angezogen werden.

Potsdam, 17.08.2017

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2017-08-17 12:13:16 Vorherige Übersicht Nächste


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