Nach dem Zusammenbruch des friderizianischen Preußen zog Napoleon am 24.10.1806 mit seinen Truppen in Potsdam ein. Für zwei Jahre war Potsdam „Hauptkavalleriedepot“. Die Erhebung des Volkes gegen die napoleonische Fremdherrschaft und der Befreiungskrieg (1813/15) brachten noch mehr Elend und Hunger in diese Stadt. Die Handwerker streikten und die gewerbliche Produktion stagnierte.
Durch die Errichtung von Institutionen der Regierung änderte sich die sozial-ökonomische Struktur. Potsdam wurde Residenz-, Garnison- und Beamtenstadt. Die Funktion Potsdams war bestimmend für die Entwicklung der Verhältnisse in der 2. Hälfte des 19.Jahrhunderts. Unzählige Exzellenzen, Geheimräte, Beamte und Hoflieferanten ordneten sich der Monarchie und dem Hochadel unter. Potsdams Bürgertum sowie die Handwerker und das Dienstleistungsgewerbe waren vom Hof und Adel abhängig.
Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts hatte Potsdam fünf Vorstädte (Brandenburger, Jäger, Nauener, Berliner und Teltower Vorstadt). Die Stadt war über ihre Grenzen hinausgewachsen.