Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) verwüstete Potsdam fast vollständig.
Kurfürst Friedrich Wilhelm (der Große Kurfürst) erklärte Potsdam neben Berlin zu seiner zweiten Residenz. Im Jahre 1660 befahl der Kurfürst Friedrich dem
Baumeister Georg Memhart die Errichtung eines neuen Schlosses im holländischen Stil an der Langen Brücke und förderte die Erweiterung der Stadt. Bereits in den Jahren 1679/1682 ließ er den Schlossbau in Richtung
Alter Markt erweitern. Die Entwicklung zur Residenzstadt des preußisch-brandenburgischen Staates begann. Im Potsdamer
Stadtschloss an der Havel unterzeichnete der Große Kurfürst am 08. November 1685 das "
Edikt von Potsdam", worin er den französischen Glaubensflüchtlingen die Niederlassung in Brandenburg gestattete. Mehr als 20.000 Hugenotten kamen als Religionsemigranten und mit ihnen kam der wirtschaftliche Aufschwung durch mitgebrachte Kenntnisse in Handwerk, Kunst und Kultur.
Zu den ältesten Gewerben Potsdams gehörten die der Tuchmacher, Schneider, Kürschner und Fleischer. Neue Gewerbe, wie Maler, Teppichmacher und Kunsttischler kamen dazu.