
Landeshauptstadt Potsdam stärkt Zusammenarbeit im Krisenfall
Bei der Länder- und Ressortübergreifenden Krisenmanagementübung (LÜKEX) 2026 trainieren Stadtverwaltung, Versorger und Krankenhäuser den Ernstfall
Gemeinsam vorbereitet, im Ernstfall handlungsfähig: Die Landeshauptstadt Potsdam beteiligt sich mit ihrem Verwaltungsstab, der Netzgesellschaft Potsdam (NGP), der Energie und Wasser Potsdam (EWP) sowie sechs Potsdamer Krankenhäusern und Kliniken an der LÜKEX26. LÜKEX steht für Länder- und Ressortübergreifenden Krisenmanagementübung (Exercise). Zum Krisenstab der Krankenhäuser gehören in diesem Fall das Klinikum „Ernst von Bergmann“, die“ Oberlinklinik“, das „St. Josefs-Krankenhaus“, die „Heinrich-Heine-Klinik“, das „Evangelische Zentrum für Altersmedizin“ und die „Oberberg Fachklinik Potsdam“. Bundesweit nehmen fast 183 Organisationen an der Übung teil.
Im Mittelpunkt steht die organisationsübergreifende Zusammenarbeit in einer Krisenlage. Dabei geht es insbesondere darum, Informationen schnell auszutauschen, Maßnahmen zu koordinieren und u.a. die Versorgung mit Wasser und Energie sicherzustellen. Erstmals nehmen auch die Potsdamer Krankenhäuser und Kliniken in dieser übergreifenden Form an der Übung teil. Auch die Zusammenarbeit mit dem Land Brandenburg und dem Bund ist Bestandteil. Die Beteiligten erproben gemeinsame Meldewege, den Austausch von Lageinformationen und abgestimmte Entscheidungen über die verschiedenen Verwaltungsebenen hinweg. Anders als bei Vollübungen, die auch die taktischen Einsatzkräfte einbeziehen, geht es darum, die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Ämter und Stäbe zu trainieren und verbessern.
„Im Krisenfall müssen viele unterschiedliche Akteure schnell und verlässlich zusammenarbeiten. Dafür müssen Zuständigkeiten klar sein und Informationen schnell dort ankommen, wo Entscheidungen getroffen werden. Genau dieses Zusammenspiel erproben wir bei der LÜKEX 2026. Dass die Potsdamer Krankenhäuser und Kliniken erstmals einen gemeinsamen Krisenstab bilden, ist dabei ein wichtiger Schritt. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement“, sagt Sebastian Jäger, Leiter des Kommunalen Krisenmanagements der Landeshauptstadt Potsdam.
Die Erkenntnisse aus der Übung werden ausgewertet und fließen in die Weiterentwicklung des kommunalen Krisenmanagements der Landeshauptstadt Potsdam ein. Die Ergebnisse der bundesweiten Übung werden zudem durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zusammengeführt und in einem Abschlussbericht dokumentiert, um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Da die Übung auch sensible Bereiche der kriti-schen Infrastruktur betrifft, wird die Landeshauptstadt Potsdam keine detaillierten Angaben zu einzelnen Übungsergebnissen oder konkreten Abläufen veröffentlichen.
Hintergrund: LÜKEX 2026
Die Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung ist die zentrale strategische Krisenmanagementübung von Bund und Ländern. Sie wird seit mehr als 20 Jahren vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe koordiniert. Das diesjährige Szenario behandelt eine extreme Hitzewelle nach einer langjährigen Dürreperiode. Weitere Informationen unter www.lükex.de.
Potsdam, 05.11.2026Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam
2026-11-05
2026-11-05 13:36:36
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