Wieviel Transnationalismus verträgt die Kultur?
Hans-Otto-Theater
Hans-Otto-Theater Hans-Otto-Theater21.10.2008 ab 19:30 Uhr
Auf dem Podium: Avi Primor (ehemaliger israelischer Botschafter in Deutschland, Direktor des Zentrums für Europäische Studien IDC, Herzliya), Dr. Bahman Nirumand (Publizist), Prof. Dr. Karl Schlögel (Viadrina-Universität Frankfurt/Oder), Prof. Dr. Wilfried Schoeller (Generalsekretär des P.E.N.)
angefragt: Marieluise Beck (MdB, ehemalige Ausländerbeauftragte der Bundesregierung), Dr. Volker Ullrich (DIE ZEIT)
Moderation: Prof. Dr. Willi Jasper (Universität Potsdam)
Begrüßung: Prof. Dr. Johanna Wanka (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur)Mit freundlicher Unterstützung der ZEIT-StiftungEintritt 5 €
An der Schwelle zum neuen Säkulum befanden sich rund 125 Millionen Menschen rund um den Globus außerhalb ihrer Herkunftsregionen. Das 20. Jahrhundert ist zum „Zeitalter der Migration“ erklärt worden - doch die westlichen Aufnahmegesellschaften begriffen (und begreifen) das Problem nur unter dem eingeschränkten Aspekt ihrer ökonomischen und kulturellen Belastbarkeitsgrenzen. Vor dem globalen Hintergrund politischer, religiöser und sozialer Konflikte orientiert sich das Motto des Symposiums der Universität Potsdam an der aktuellen Kernfrage: „Wieviel Transnationalismus verträgt die Kultur?“ Dabei geht es um einen neuen interdisziplinären Diskurs der Kultur-, Literatur-, Sozial- und Sprachwissenschaften über „Ethnizität–Nationalität–Identität“ jenseits von ausgrenzender „Leitkultur“ und nivellierendem „Multikulturalismus“. In der Podiumsdiskussion werden die im Rahmen des Symposiums diskutierten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit den Anforderungen gesellschaftlicher Praxis konfrontiert. Dabei ist zu fragen: Sind wir fähig, einen transnationalen kulturellen Raum in eine gemeinsame Dimension des politisch-sozialen Handelns zu übersetzen?
im Rahmen des gleichnamigen Symposiums der Universität Potsdam
Leitung: Prof. Dr. Willi Jasper