Theaterjugendclub: Peanuts
Hans-Otto-Theater
Hans-Otto-Theater Hans-Otto-TheaterDie Veranstaltung ist bereits zu Ende.
Chaos. Gewalt.
Buddy hütet eine Luxuswohnung. Das spricht sich herum und so kann er sich vor Freunden kaum retten. Grenzenlos scheint das Vergnügen. Respekt für einander: Fehlanzeige. Gewissen: Was soll das sein?
Zehn Jahre später. Die Party-Kids von einst finden sich in einem autoritären und brutalen System wieder. Die Karten sind neu gemischt: Die einen sind Handlanger der Staatsmacht, die anderen ihre Opfer. Bei denen, die sich auf die Seite der Macht geschlagen haben, scheint Skrupellosigkeit das Handeln zu bestimmen.
Die „Peanuts“, allesamt „global player“, haben Paravidino als Vorlage gedient, um die Geschehnisse beim G8-Gipfel 2001 in Genua über die Grenzen Italiens hinaus publik zu machen.
Fausto Paravidino ist einer der gefragtesten Newcomer im Theatergeschäft. Er wurde 1976 in Genua geboren und studierte dort an der Schauspielschule Teatro Stabile di Genova. Er arbeitet zurzeit als Schauspieler, Übersetzer, Regisseur und Autor. Seine „Peanuts“ wurden in der Kritikerumfrage des Jahrbuchs THEATER HEUTE 2003 zum besten ausländischen Stück gewählt.
Frage an den Autor: Gibt es eine psychologische Übereinstimmung zwischen den Comicfiguren und ihren Entsprechungen im Stück? F.P.: Ich habe versucht, eine Verbindung zu den Originalfiguren beizubehalten, was mir in einigen Fällen gelungen ist, zum Beispiel bei Charlie Brown, Sally und Lucy, in anderen weniger, auch deshalb, weil einige von Schulz’ Figuren eine psychologische Struktur haben, die man auch bei Erwachsenen antrifft, während andere kindlich bleiben. Von erwachsenen Charlie Browns zum Beispiel ist die Welt voll.