Quijotes letzter Auszug
T-Werk
T-Werk T-Werk24.05.2008 ab 21:30 Uhr
Stadt-Spiel-Truppe
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Ein jeder Milchbart, Weichling darf sich das Maul zerreißen über ihn, den Irren, der mit Mühlen kämpfte. So braucht ein jedes Land Idioten, aus deren Unglück es Erbauung zieht. Er wurde ungefragt zum Schutzpatron der Memmen, die jedes Mäuschen, jeden Gnom, ganz abgesehen von wirklichen Gefahren, Windmühlen nennen, nennen dürfen, gegen die anzutreten – sein Beispiel hätte es bewiesen – verhängnisvoll und sinnlos schiene.
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Das Regiedebüt des neuen künstlerischen Leiters der Stadt-Spiel-Truppe zeigt den Ritter von der traurigen Gestalt nach seinem dritten Auszug. Cervantes beschrieb die ersten beiden in seinem Roman. Mensching den dritten in einem Monolog, der die Figur des Don Quijote über sich hinaus wachsen lässt und den ursprünglichen Helden vermengt mit seiner Sprichwörtlichkeit zum Sinnbild, zum sinnlichen Bild für Freiheit und Wahrheit macht.
Gespielt von Norman Jahnke entstand ein Theaterabend, der in auswegloser Kulisse Mut macht zu scheitern, grandios zu scheitern.
Die „Stadt-Spiel-Truppe“ wurde im November 1992 aus Anlass der 1000-Jahr-Feier Potsdams gegründet, um die Geschichte und die Geschichten der Stadt auf den Strassen und Plätzen durch Theaterstücke, Spielszenen und Aktionen erlebbar zu machen. Nach diesem erfolgreichen Start blieben die Spieler zusammen, wurden weiter durch Theaterfachleute ausgebildet und unterstützt und erbauten sich in über 4.500 freiwilligen Arbeitsstunden eine eigene Spielstätte, das Theaterschiff. So ist ihre Arbeit seit 1995 an einem festen Platz in Potsdam verankert und inzwischen ein wesentlicher Bestandteil des Potsdamer Kulturlebens.
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Spiel: Norman Jahnke
Regie: Sebastian Bandt
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Dauer: 30 min. (Ausschnitt)