Mittwochsgesellschaft mit Irina Liebmann
T-Werk
T-Werk T-Werk24.06.2009 ab 19:30 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Das T-Werk für
Thema: 20 Jahre 1989 – damals und heute
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Zu Gast: Irina Liebmann, freie Autorin
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Moderation: Inka Thunecke und Joachim Gessinger
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In diesem Jahr liegt der Fall der Mauer 20 Jahre zurück. Heute leben wir in einem wiedervereinigten Deutschland, zu dem ehemals zwei deutsche Systeme zählten. Die Autorin Irina Liebmann, Tochter des Journalisten und Kommunisten Rudolf Herrnstadt, hat in beiden Staaten gelebt. Sie wuchs in der DDR auf und arbeitete dort als Schriftstellerin. Für sie ist die DDR das einzige ehemals kommunistische Land, in dem es keine intellektuelle Opposition gab. Auch wenn durchaus kritisch geschrieben worden sei, sei dies in einem festgelegten Rahmen geschehen. Irina Liebmann und andere Intellektuelle in der DDR waren für einen sozialistischen Staat, jedoch für einen anderen Sozialismus als den, den sie in der DDR erlebten. Frustriert von der restriktiven Politik übersiedelte Irina Liebmann 1988 mit einem Visum nach Westdeutschland.
Alltag und Anspruch im System der DDR und die Opposition, die die friedliche Revolution herbeiführte, sollen das Thema des Abends sein.
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Irina Liebmann ist freie Autorin. 1966 bis 1975 arbeitete sie als Redakteurin bei der Zeitschrift Deutsche Außenpolitik. Neben zahlreichen weiteren Preisen hat sie für ihr Buch Wäre es schön? Es wäre schön! über Rudolf Herrnstadt den Preis der Leipziger Buchmesse 2008 bekommen. Wir sprechen mit Irina Liebmann darüber, warum sie die DDR verlassen hat und wie sie das Ende der DDR und das Jahr 1989 erlebt hat.
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An jedem letzten Mittwoch im Monat tagt die Mittwochsgesellschaft der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg. Wir möchten Sie einladen, unseren politischen Salon regelmäßig zu besuchen.
Mittwochsgesellschaften haben eine lange Tradition, die in Berlin schon vor über 200 Jahren begann. Auch Sigmund Freud unterhielt Ende der zwanziger Jahre eine Mittwochsgesellschaft in Wien. Wer eine regelmäßige Debatte führen, sich mit ReferentInnen aus Wissenschaft und Politik zum Zeitgeschehen auseinandersetzen, die Ideen und Entwürfe für eine neue Gesellschaft diskutieren möchte, ist – in der Regel am letzten Mittwoch im Monat – in unseren Salon eingeladen.