Graceland
Hans-Otto-Theater
Hans-Otto-Theater Hans-Otto-TheaterDie Veranstaltung ist bereits zu Ende.
Es spielen Nina El Karsheh, Jenny Weichert, Moses Leo, Peter Wagner, Alexander Weichbrodt
„Elvis von Afrika. Der nigerianische Schriftsteller Chris Albani hat mit »Graceland« einen grandiosen Beat- Roman geschrieben und zeigt, wie die Hölle des Lebens zum Himmel der Literatur werden kann.
Abanis Buch gewährt uns Zugang in eine ganz und gar fremde und dennoch unexotische Wirklichkeit. Aber der Eintritt ist nicht frei. Er kostet die Illusion, wir hätten mit alledem nichts zu schaffen. Denn mit etwas weniger Glück (und etwas weniger Talent!) könnte der Autor genauso gut da draußen in einem der Boote im nächtlichen Meer zwischen Afrika und Europa sitzen.“Ludwig Fels, Die ZEIT
„Der Autor mutet der Literatur Großes zu. Sie selbst und nicht Memphis, das war zu ahnen, ist das Gelobte Land der Anmut. Und Abanis mit allen poetischen Wassern gewaschener Roman, das war allenfalls zu hoffen, erfüllt tatsächlich sein eigenes Motto, das er dem Beatpoeten Imamu Amiri Baraka entliehen hat: "Dies sind Worte von Liebenden, von Tänzern, von Sängern mit Dynamit in der Stimme. Es sind, wenn ihr die Musik dazu habt, Lieder."Oliver Jung, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Chaotisch, bunt, stinkend, überquellend von Menschen - das ist Lagos, Nigeria, Afrika. Tod, Mord und Kriminalität gehören zum Alltag. Elvis, ein Jugendlicher, der mit dem „King“ nur den Vornamen gemein hat, lebt hier in Maroko, einem der vielen Slums der Stadt. Er träumt davon Tänzer zu werden. „Wenn de’s mit de Tanzerei ernst meinst, dann mach’s auch ernsthaft. Wenn de aber bloß deinen Vater ärgern willst, dann verschwendeste dein ganzes Leben. Andrerseits, wenn de viel Geld mit wenig Arbeit machen willst, dann bin ich de richtige Mann für dich“, empfiehlt Redemption. Eine Reihe von zwielichtigen Geschäften beginnt. Der König der Bettler zeigt Elvis eine Alternative zu dem Leben, wie es Redemption lebt. Doch schließlich sitzen Elvis und Redemption, bewaffnet mit einem Revolver, in einem Minibus mit fragwürdiger Fracht und ungewissem Ziel.
Ludwig Fels in der „ZEIT“ über den Roman GRACELAND „…geschrieben in einem eigenen, zwingenden, atemberaubenden Rhythmus, in der harten, rauen, schwitzenden, blutenden Melodie eines armseligen, verkommenen, himmelhochjauchzenden Daseins am schwarzen Horizont. Der Traum der Armen und Gläubigen: monumental!“
Jetzt im Jungen Theater zum ersten Mal auf der Bühne.
Chris Abani wurde in Afikpo, Nigeria, geboren. Mit sechzehn Jahren veröffentlichte er seinen ersten Roman „Masters of the Board” (1985), in dessen Folge er schweren politischen Verfolgungen ausgesetzt war. Sein zweiter Roman war „GraceLand“ (2004; dt. „GraceLand“, 2004) Mit „Kalakuta Republic“ (2000), „Daphne’s Lot“ (2003) und „Dog Woman“ (2004) liegen drei Lyriksammlungen vor. 2001 wurde er mit dem PEN USA West Freedom-to-Write-Award sowie dem Prins Claus Prijs ausgezeichnet, 2003 erhielt er das Lannan Literary Fellowship. Chris Abani ist Middleton Fellow an der University of Southern California und Gastprofessor an der University of California, Riverside.
Dauer ca. 2 h
inclusive Pause