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Gobo. Digital Glossary

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07.11.2008 ab 20:00 Uhr

Akhe
Das T-Werk für

„Akhe“ (gesprochen: "Ache") ist eine Künstlergruppe aus St. Petersburg, die über Malerei, Fotographie, Film und Video zum Theater als künstlerischem Ausdrucksmittel fand. Der Bühnenraum selbst, Licht, Ton und eine Vielzahl skurriler Objekte bestimmen den Charakter ihrer Performances ebenso stark, wie die Aktionen der Schauspieler. Letztere verstehen sich als Maschinisten von Raum, Technik und Bühnenbild. Merkwürdige Mikroinstallationen und absonderliche Begebenheiten lassen das szenische Geschehen eher in Abhängigkeit von elementaren physikalischen Gesetzen als von psychologischem Spiel erscheinen. Sie spielen, als gäbe es kein Publikum, als gäbe es nur ihr Universum aus absurden Verwandlungen und komischer Verzweiflung. Doch ist es gerade diese scheinbare Distanz zum Publikum, die die Wirkungskraft ihrer Bilder verstärkt und den Zuschauer hineinzieht in einen Kosmos voll phantastischer Ideen und Assoziationen.
Mit ihren Produktionen „Die weiße Kabine“ (UNIDRAM´97, UNIDRAM 2003) und „Puch i Prach“ (UNIDRAM 2000) erlangten “Akhe” internationales Renommee und gelten mittlerweile als eine der renommiertesten freien Gruppen Russlands. Nach ihrem Gastspiel mit „Faust3. 2360 words“ im vergangenen Jahr präsentiert UNIDRAM in diesem Jahr die aktuelle Produktion „Gobo. Digital Glossary“ und anlässlich des 15-jährigen Jubiläums die bereits 2002 gezeigte Inszenierung „Plug i Play“.
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Magisches Chaos, absurd-verschroben. Kurios die Apparaturen, furios die theatralisch-filmischen Mixturen. Das neue multimediale „AKHE“-Laboratorium kommt aus einem durchweg eklektizistischen Zeitalter, in dem man z.B. versuchte, russische Heiligenlegenden für den Stummfilm zu adaptieren. Es präsentiert in gewohnt anarchoclownesker Manier neben großherzigen Verzweiflungstaten u.a. auch tintenblaue Unterwasserlandschaften, wo tauchende Gartenzwerge in Teetassenwracks nach Süßstoff suchen. An Land ist derweil eine Liaison zwischen menschlichen Artgenossen und boxenden Handpuppenkängurus zu beobachten. Und wenn ein nach einer neuen Batterie suchender Miniroboter geradewegs in sein Unglück marschiert, zerreißt es einem fast das Herz.
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Darsteller: Maxim Isaev, Pavel Semchenko

| Wo: T-Werk Schiffbauergasse 4e | Dauer: 50 min.




T-Werk
Schiffbauergasse 4e
14467 Potsdam
Tel: 0331/71 91 39

 
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