Faust - Der Tragödie erster Teil
Hans-Otto-Theater
Hans-Otto-Theater Hans-Otto-TheaterDie Veranstaltung ist bereits zu Ende.
Lust. Verzicht.
„Stünd’ ich, Natur, vor dir ein Mann allein, / Da wär’s der Mühe wert, ein Mensch zu sein! / Nun ist die Luft von solchem Spuk so voll, / Dass niemand weiß, wie er ihn meiden soll.“ Faust
Goethes "Faust" ist von kaum fassbarer Aktualität. „Goethe gab seinem Unbehagen an der Moderne, das sich im Alter bis zur Bestürzung steigern konnte, in der Fausttragödie eine literarische Form. Seit der für Goethe traumatischen Erfahrung der Französischen Revolution gewinnt Faust sukzessive unter den Händen Goethes die Physiognomie eines Archetypus der Moderne, der radikal bricht mit der kulturellen (religiösen, philosophischen) und politischen Tradition, um eine ganz neue Welt aufzubauen.“ (Michael Jaeger)
Am Beginn nach dem Vorspiel auf dem Theater der Prolog im Himmel, in dem der „Herr“ sich sicher ist, dass Faust sich „seines rechten Weges“ immer bewusst bleiben werde, und deshalb dem Teufel den bekannten Pakt zugesteht: Mephisto verhilft dem verzweifelten Intellektuellen Faust, „jed’ Gelüst … bei den Haaren zu ergreifen“. Das Zentrum dieser Gelüste: die Frau an sich, verkörpert im Ideal der klassischen Helena – aber in der deutschen Kleinstadt findet sich „nur“ Margarete. Sie ist das unschuldige Opfer, das für den Pakt büßen muss. Mephisto ist Faustens schwarze Seite…
Dauer ca. 3 h 45 min
inclusive Pause
