Eingebrannt
T-Werk
T-Werk T-Werk08.04.2010 ab 20:00 Uhr
Mit den Tanzstücken „Schocktherapie“ und „danach“ thematisiert die Cottbusser Choreografin Golde Grunske die strafvollzugsähnlichen Erziehungsmaßnahmen für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren in der DDR. Beispielhaft wurden Bedingungen und Zustände des ehemaligen Geschlossenen Jugendwerkhof (GJWH) Torgau (1964-1989) untersucht, wurde in der künstlerischen Auseinandersetzung der Frage nachgegangen, wie sich das Leben der Betroffenen nach dieser schrecklichen Erfahrung verändert hat und ob ihnen eine Aufarbeitung der Erlebnisse möglich war. Die Erinnerungen an die Zeit an diesem Ort haben sich auf den Seelen der ehemaligen Inhaftierten eingebrannt und Narben hinterlassen.Die Choreografie „Schocktherapie“ setzt sich mit den Zuständen im Jugendwerkhof auseinander, der beherrscht war von Demütigung, Ohnmacht und Angst. „Danach“ untersucht anhand von vier unterschiedlichen Biografien die Zeit nach der Entlassung aus dem GJWH bis heute. Eine Produktion von „ars mobile e.V.“; Die Produktion entstand mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und wird gefördert mit Mitteln des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
