Alcina
Hans-Otto-Theater
Hans-Otto-Theater Hans-Otto-TheaterDie Veranstaltung ist bereits zu Ende.
Kammerakademie Potsdam
Neuer Kammerchor Potsdam
Koproduktion mit der Kammerakademie Potsdam, den Händelfestspielen Halle, dem Goethe Theater Bad Lauchstädt und KULT-Brain e.V.
"Doch ist’s Alcina, die vor allen funkelt, so wie die Sonne jeden Stern verdunkelt." Ludovico Ariosto
Alcina ist eine jedermann „verzaubernde“ Frau und sie ist sich dieser Macht bewusst. Rug-giero, ihr in blinder Liebe verfallen, hat seine Braut Bradamante und seine Ziele vergessen. Bradamante, als Mann verkleidet, gibt sich als ihr eigener Bruder Ricciardo aus und will Ruggiero in ihr Leben zurückholen. Ihre äußere Erscheinung bewirkt, dass sich Morgana, die Schwester Alcinas, in den vermeintlichen Mann verliebt. Aber Morgana gehört zu Oronte, und der ersinnt eine Intrige, um Ricciardo loszuwerden. In diesem Beziehungsgeflecht wird Alcina zum ersten Mal selbst die schmerzlichen Gefühle der Liebe durchleiden, weil Ruggiero zur Vernunft kommt, Bradamante wiedererkennt und sich von Alcina abwendet. Wie Händel die ungeheure Wandlung seiner Titelheldin von der überlegenen Machthaberin zur ohnmächtig liebenden Verliererin gestaltet, ergreift das Publikum bis heute.
Georg Friedrich Händels 1735 für das Covent Garden Theater London komponierte Oper „Alcina“ gleicht ei-ner Hitparade italienischer Barockmusik. Quelle ist das Libretto „L’Isola di Alcina“ von Fan-zaglia nach Motiven des „Orlando furioso“ von Ludovico Ariosti.
"Händel komponierte seine schönste Musik für das weibliche Wesen, das trotz des teuflischen Gebrauchs übernatürlicher Kräfte gerade die Liebe jenes Sterblichen, den sie am meisten begeht, nicht erlangen kann. Obwohl drei der Opern den Titel des Helden tragen, sind es die Zauberinnen, Armida, Medea, Melissa und Alcina, die unsere Sympathie besitzen und deren Gefühle wir als die menschlichsten erkennen." Winton Dean
Dauer ca. 3 h 45 min
2 Pausen inclusive