Zeitensprung
Belvedere Pfingstberg
Belvedere Pfingstberg Belvedere PfingstbergDie Veranstaltung ist bereits zu Ende.
Fotoausstellung mit Bildern von historischen Objekten, die dank des Engagements bürgerbewegter Potsdamer Vereine wieder erstanden sind
Zwanzig Jahre sind seit dem bürgerbewegten Jahr 1989 in der DDR vergangen. Damals spitzte sich eine Situation des Verfalls zu, die eine ganze Nachkriegsgeneration mit der Frage konfrontierte: „Welche Welt geben wir an unsere Kinder weiter?“ Viele dieser Menschen gingen in den 80er Jahren daran, sich ehrenamtlich zu engagieren und den vielen Worten vom Aufbau einer besseren Welt auch Taten folgen zu lassen. So ging es um Aktivitäten, weitere Umweltverschmutzung zu stoppen, den Abriss historischer Gebäude zu verhindern oder Stadtkerne in ihrer überlieferten Gestalt zu erhalten und zu sanieren, um auch den späteren Generationen ein Bild unserer ureigensten Geschichte zu vermitteln.
Unter dem Dach des Kulturbundes der DDR gründeten sich 1988 zwei Arbeitsgemeinschaften, die AG Pfingstberg und die AG Umweltschutz und Stadtgestaltung (ARGUS). Beiden Arbeitsgemeinschaften - sowie zahlreichen vergleichbaren Gruppen in der ganzen DDR - ging es nicht um Widerstand gegen die offizielle Politik der DDR oder darum subversiv zu sein, sondern sie wollten mit eigenen Arbeitseinsätzen und Öffentlichkeitsarbeit für bestimmte Projekte die politischen Vorgaben aus dem Umweltgesetz, dem Denkmalschutzgesetz oder dem Naturschutzgesetz der DDR einfordern. Um einen Einblick in ihre Arbeit zu geben organisierten die AG Pfingstberg und ARGUS das 1. Potsdamer Pfingstbergfest am 10. Juni 1989.
Nach 1990 führten die Arbeitsgemeinschaften ihre Arbeit als gemeinnützige Vereine weiter. In Potsdam gründeten sich außerdem zahlreiche weitere Vereine, um die Denkmalsubstanz zu erhalten bzw. wieder herzustellen, so auch der Förderverein zur Pflege Niederländischer Kultur in Potsdam e.V. sowie der Förderverein für die Wiederherstellung des Stadtkanals in Potsdam e.V.
Die Ausstellung „Zeitensprung“ zeigt das langjährige, erfolgreiche Engagement dieser genannten Vereine. Sie soll Mut machen, sich bürgerschaftlich zu engagieren und damit unser geschichtliches Erbe, ob Gebäude oder Parkanlage, ob historischer Ortskern oder geschützte Natur zu erhalten und für die Zukunft weiter zu geben.
Die Ausstellung "Zeitensprung" kann noch bis 31. Juli im Innenhof des Belvedere täglich von 10 bis 20 Uhr besichtigt werden.
Darüber hinaus im Sockelgeschoss des Belvedere die historische Ausstellung vom 1. Pfingstbergfest 1989 zu sehen.
Eintritt 3,50/erm. 2,50 €