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Pflege und Beschäftigung vereinbar machen


Pflege und Beschäftigung vereinbar machen

Potsdam, 09.08.2017 - Die Landeshauptstadt Potsdam unterstützt seit Juli 2015 Potsdamerinnen und Potsdamer, die die Aufgabe und Verantwortung für die Pflege eines Angehörigen neben ihrer Berufstätigkeit übernommen haben. Im Beratungsladen der Projektes „Perspektive Wiedereinstieg“ erhalten Betroffene individuelle und kostenlose Beratung zur Bewältigung dieser Herausforderung.

In der Landeshauptstadt Potsdam werden über 40 Prozent aller Pflegebedürftigen ausschließlich von ihren Angehörigen betreut und versorgt. Die Familienmitglieder kümmern sich nicht selten rund um die Uhr um Ihre Eltern, Partner und Verwandte. Dabei bleiben nicht nur eigene Belange auf der Strecke, die meisten Angehörigen möchten ihre Berufstätigkeit trotz der Pflegeaufgaben soweit wie möglich aufrechterhalten. „Pflegende Angehörige spielen eine entscheidende Rolle in unserem Pflegesystem. Angehörige, die ihre Pflegebedürftigen selbst zu Hause pflegen leisten einen großen Beitrag, nicht nur für die Pflegebedürftigen selbst, sondern auch für die Gesellschaft. Dafür verdienen sie nicht nur Anerkennung, sondern auch Unterstützung“, sagt der Beigeordnete für Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung, Mike Schubert. „Gerade wenn die Pflege eines Angehörigen neben der Berufstätigkeit absolviert wird, stehen die Pflegenden vor einer großen zeitlichen Herausforderung“, so der Sozial-Beigeordnete weiter.


„Hierbei möchten wir die Angehörigen mit unseren Beratungsleistungen unterstützen“, ergänzt die Projektkoordinatorin der Bundesförderung „Perspektive Wiedereinstieg“, Sarah Knorr. „Ziel muss sein, dass pflegende Erwerbstätige ihre Berufstätigkeit auf Grund der Pflege nicht aufgeben und auch nach Möglichkeit ihr wöchentliches Arbeitszeitvolumen nicht runterschrauben müssen“. Die Landeshauptstadt Potsdam ist Projektträger des Modellprogrammes „Perspektive Wiedereinstieg - Potenziale erschließen“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, gefördert durch den Europäischen Sozialfonds. Unter dem Motto „Stark in Beruf und Pflege“ erfahren Potsdamerinnen und Potsdamer in individuellen Einzelberatungen mit festen Ansprechpartnern, wie sie die Doppelbelastung Pflege und Berufstätigkeit dauerhaft meistern können.  Die Beraterinnen informieren ausführlich über die Rechtsansprüche auf vorübergehende Freistellung von der Arbeitsleistung, welche das Pflegezeitgesetzes und Familienpflegezeitgesetzes für Arbeitnehmer vorsehen. Sie geben praktische Tipps zur Gestaltung der Arbeitszeiten und des Arbeitsalltages, zeigen flexible Arbeitszeitmodelle auf und beraten auch, wie gemeinsam mit dem Arbeitgeber Lösungen gefunden werden können.

Darüber hinaus werden den Betroffenen Infos zur Organisation der Pflege, Entlastungsmöglichkeiten und entsprechende Leistungen der Pflegekassen an die Hand gegeben. Sie zeigen Adressen und Ansprechpartner verschiedener Anlaufstellen sowie Unterstützungsangebote auf und geben entsprechende Flyer, Informationsbroschüren sowie  Vordrucke aus. Dabei wird sehr eng mit dem Pflegestützpunkt der Landeshauptstadt Potsdam zusammengearbeitet.

Es können sich aber nicht nur Potsdamerinnen und Potsdamer beraten lassen, die heute schon vor der Herausforderung stehen, Beruf und Pflege eines Angehörigen zu vereinbaren. „Sehr wichtig ist uns auch der präventive Ansatz. Wer heute noch nicht pflegt, dies aber auf sich zukommen sieht, kann sich bei uns auf den akuten Eintritt eines Pflegefalles in der Familie vorbereiten“, erklärt Sarah Knorr.

Ausgehend von diesen Beratungsleistungen hat das Projekt auch ein spezielles Workshopangebot  für Unternehmen und Institutionen entwickelt. So stellen verschiedene Potsdamer Arbeitgeber den Workshop zum Thema „Pflege und Beschäftigung“ ihren Mitarbeitern etwa in Rahmen von Gesundheitstagen zur Verfügung. „Das Angebot wird sehr gut angenommen, es zeigt sich, dass ein großes Informationsbegehren unter den Mitarbeitern vorherrscht“, bekundet Mike Schubert.

Die Fachstelle Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigungsförderung der Landeshauptstadt Potsdam ist Träger des Projektes „Perspektive Wiedereinstieg Potsdam“. Seit Juni 2016 finden Interessierte das Projekt im Beratungsladen in der Yorckstraße 22-24. Er ist jeden Tag außer mittwochs geöffnet. Termine können auch telefonisch unter der Rufnummer 0331/ 73042-760 oder unter wiedereinstieg@rathaus.potsdam.de vereinbart werden.


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