Stadtverwaltung PotsdamPersonelle Konsequenzen nach Missbrauchsvorwürfen im Wohnheim der Sportschule Potsdam
Potsdam, 20.10.2011 - "Wir sind tief bestürzt über die erhobenen Vorwürfe der Gewalt unter Mitschülern im Wohnheim der Sportschule Potsdam", sagt die Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport, Iris Jana Magdowski. Die Schüler haben sich ihren nächsten Vertrauenspersonen offenbart und anscheinend keine Hilfe erhalten. "Das ist für mich unfassbar", erklärte die Beigeordnete. Sollte sich der Vorwurf gegenüber den städtischen Mitarbeitern erhärten, dann wird die Stadt die nötigen personellen Konsequenzen ziehen. Die Verwaltung bedauert die Vorfälle im Wohnheim der Sportschule und appelliert an die Fürsorgepflicht ihrer Mitarbeiter, alle Anzeichen von Gewalt und Missbrauch ernst zu nehmen und solchen Hinweisen sofort nachzugehen.
Die betroffenen Mitarbeiter des Wohnheims wurden seitens des Bereiches Personal und Organisation aufgefordert, eine Stellungnahme zu den Vorfällen abzugeben. Zwei Mitarbeiterinnen der Landeshauptstadt werden demnach mit sofortiger Wirkung, bis zur Klärung der Angelegenheit, nicht mehr im Erzieherdienst eingesetzt.
"Die Landeshauptstadt Potsdam hat, in Abstimmung mit dem Landesjugendamt, mit der Start gGmbH einen kompetenten Träger der Jugendhilfe eingeschaltet, der ab sofort im Wohnheim tätig wird und die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit fachkompetent begleitet", erklärte Elona Müller, Beigeordnete für Soziales und Jugend. Ziel ist es, die Mitarbeiter zu unterstützen und so zu sensibilisieren, dass sich derartige Vorgänge auf Seiten der Wohnheimmitarbeiter nicht wiederholen.
Die Trägerschaft des Wohnheims der Sportschule liegt seit dem 1. August 2011 bei der Luftschiffhafen GmbH, eine Tochtergesellschaft der städtischen Pro Potsdam GmbH. Diese hat die Eltern der betroffenen Schüler informiert und gegen die beschuldigten Schüler ein Hausverbot ausgesprochen. Durch die Luftschiffhafen GmbH wurde zudem Strafanzeige gestellt.
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