Die Rolle, die Heinrich Ludwig von Manger in der Baugeschichte von Potsdam spielt, wird häufig unterschätzt. Der 1728 in Kitscher geborene
Baumeister war überwiegend für die Errichtung der schmucklosen Kasernenbauten zuständig. Gemeinsam mit
Gontard und Büring plante und überwachte er zwar die Bauarbeiten am Neuen Palais, der Dank der Nachwelt gebührt ihm aber für eine ganz andere Leistung. Heinrich Ludwig von Manger war für die Baukostenabrechnung zuständig, aufgrund von Auseinandersetzungen mit
Friedrich II. wurde er sogar arrestiert. Erst der Thronfolger begnadigte ihn nach Friedrichs Tod. Entgegen dem ausdrücklichen Befehl hatte von Manger jedoch die Bauakten Friedrichs II. nicht vernichtet, sondern in seinem Privathaus archiviert. Aufgrund dieser Akten konnten unschätzbare Informationen in unser Jahrhundert gerettet werden. Heinrich Ludwig von Manger verstarb im Alter von 62 Jahren in Potsdam.