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Theaterschiff Potsdam

"QIUJOTES LETZTER AUSZUG" nach Cervantes von Steffen Mensching.

Mit der Maus drüber fahren!

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Die Veranstaltung ist bereits zu Ende.

Ein jeden Milchbart, Weichling darf sich das Maul zerreißen über ihn, den Irren, der mit Mühlen kämpfte. So braucht ein jedes Land Idioten, aus deren Unglück es Erbauung zieht. Er wurde ungefragt zum Schutzpatron der Memmen, die jedes Mäuschen, jeden Gnom, ganz abgesehen von wirklichen Gefahren, Windmühlen nennen, nennen dürfen, gegen die anzutreten – sein Beispiel hätte es bewiesen – verhängnisvoll und sinnlos schiene. Wo Kleinmut herrscht, fehlt selten der Begriff: Man spricht von Donquijoterie. Das Regiedebüt des neuen künstlerischen Leiters der Stadt- Spiel-Truppe zeigt den Ritter von der traurigen Gestalt nach seinem dritten Auszug. Cervantes beschrieb die ersten beiden in seinem Roman. Mensching den dritten in einem Monolog, der die Figur des Don Quijote über sich hinaus wachsen lässt und den ursprünglichen Helden vermengt mit seiner Sprichwörtlichkeit zum Sinnbild, zum sinnlichen Bild für Freiheit und Wahrheit macht. Die Freiheit ist meine und Wahrheit ist das, was hätte sein können. Gespielt von Normen Jahnke entstand ein anderthalb stündiges Theater, das in auswegloser Kulisse Mut macht zu scheitern, grandios zu scheitern. Ist denn das, was der Sieger sagt, nur wahrer, weil er siegte?
Eine Inszenierung der STADT-SPIEL-TRUPPE Potsdam.




Theaterschiff Potsdam
Schiffbauergasse 9b
14467 Potsdam
Tel: 0331/2800 100

 
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