Fotoausstellung: Ärzte ohne Grenzen
Stern-Center
Stern-Center Stern-CenterDie Veranstaltung ist bereits zu Ende.
Ab 30. April 2008 bietet die Fotoausstellung „Notaufnahme“ im Stern-Center einen beispielhaften Einblick in die Arbeit von ÄRZTE OHNE GRENZEN in den vergangenen Jahren. Die 50 „Notaufnahmen“ führen die Besucher nach Bangladesch, Indonesien, Usbekistan, in die Demokratische Republik Kongo und die sudanesische Krisenregion Darfur.
Am Mittwoch, 30. April wird die Ausstellung um 11 Uhr vom Center-Management gemeinsam mit Mitarbeitern von Ärzte ohne Grenzen eröffnet.
Herr Christop Janköfer, der seit 2004 als Logistiker in mehreren Projekten für Ärzte ohne Grenzen tätig gewesen ist, zuletzt in Usbekistan in einem Projekt zur Behandlung multiresistenter Tuberkulose, führt durch die Fotoausstellung und steht anschließend zur Beantwortung aller Fragen gern zur Verfügung.
"Die Bilder erzählen von Leid und Zuversicht, Not und Hilfe“, beschreibt Adrio Bacchetta, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen die Ausstellung. „Sie spiegeln auf beeindruckende Weise, was unsere Projektmitarbeiter jeden Tag erleben.“ Ob Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo, Vertreibung im Sudan oder multiresistente Tuberkulose in Usbekistan: die Menschen in diesen Gebieten sind auf medizinische Hilfe angewiesen.
In Darfur beispielsweise, wo Millionen von Vertriebenen seit vier Jahren täglich mit Gewalt und Krankheiten zu kämpfen haben, hat sich die Situation Anfang des Jahres noch einmal zugespitzt. „Anfang Februar hat die sudanesische Armee mit Unterstützung von Milizen im Nordwesten der Region eine große Offensive gestartet. Es war die brutalste der vergangenen Jahre“, so Bacchetta. „In dem Ort Seleia, wo wir seit 2006 ein Gesundheitszentrum betreiben, mussten wir alle medizinischen Aktivitäten unterbrechen.“ Während der Angriffe wurden viele Familien auseinandergerissen. Rund 50.000 Menschen sind auf der Flucht. Viele nicht zum ersten Mal.
„Als Nothilfeorganisation kann ÄRZTE OHNE GRENZEN die Ursachen der Not nicht beseitigen“, so Bacchetta. „Wir können aber - wie mit dieser Ausstellung - darauf aufmerksam machen, wenn Menschen brutal vertrieben werden, ihnen medizinische Hilfe verwehrt oder sexuelle Gewalt als Kriegswaffe eingesetzt wird.“
Die Ausstellung wird vom 30. April bis zum 10. Mai 2008 zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.
