
Erste Selbstverpflichtung zum Potsdamer Toleranzedikt
27.03.2008 - Die Mitglieder des Ausländerbeirates der Landeshauptstadt Potsdam schließen sich dem Aufruf des Oberbürgermeisters, Jann Jakobs, an, sich im Diskussionsprozess zum Potsdamer Toleranzedikt zu beteiligen.
„Die Mitglieder des Ausländerbeirates verpflichten sich, für Folgendes einzutreten:
1. dass die Bürger mit Migrationshintergrund in den Betrieben des öffentlichen Dienstes (Stadtverwaltung, Feuerwehr, Polizei usw.) sichtbar werden. Der Migrationshintergrund sollte als Vorteil (erweiterte Sprachkenntnisse, Kompetenzen bei den spezifischen Länderkenntnissen usw.) gewertet werden
2. dass das kommunale Wahlrecht für alle Menschen mit Migrationshintergrund in den Kommunen gilt
3. dass der Integrationspreis der Landeshauptstadt Potsdam immer mehr Popularität in Potsdam erfährt
4. dass die Beratungsstellen für verschiedene Migrantengruppen besser untereinander kooperieren und ihre jeweiligen Angebote bekannter machen
5. dass die demokratischen Parteien die Wichtigkeit der Mitwirkung von Menschen mit Migrationshintergrund, auch als Kandidaten, erkennen und verwirklichen.
Potsdam – und damit Brandenburg – hat sich in seiner Geschichte durch tolerante, offene Lebensräume gegenüber anderen Kulturen ausgezeichnet. Menschen aus verschiedenen Ländern haben mit ihren Kenntnissen, ihren Lebenserfahrungen und ihrer Glaubenseinstellung wesentlich zur Entwicklung Brandenburgs beigetragen.
Die Mitglieder des Ausländerbeirates rufen die Potsdamer auf, sich an der Diskussion zur Fortschreibung des Potsdamer Toleranzediktes zu beteiligen. Unsere Heimatstadt lebt von Toleranz, Weltoffenheit und Integrität!“
Veröffentlicht von:
Redaktion
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