Die Bildergalerie, östlich des Schlosses
Sanssouci gelegen, ist das erste eigenständige Museumsgebäude in Europa. Das eingeschossige Gebäude trat an die Stelle eines alten, 1746 errichteten Treibhauses. Der Landbaumeister Johann Gottfried Büring hatte in Anlehnung an das Orangenhaus (
Neue Kammern), jedoch mit einer Kuppel, 1755 den Entwurf gefertigt. Die Ausführung zog sich jedoch aufgrund des Siebenjährigen Krieges bis 1764 hin.
Die Bildergalerie beherbergt die umfangreiche Kunstsammlung
Friedrich II. Als Kunstfreund und Sammler befasste sich der "Alte Fritz" hauptsächlich mit den Werken des flämischen und italienischen Barocks. Die Galerie vereinigte 1770 bereits 168 Bilder. Wie damals sind die Gemälde heute noch, nach Schulen getrennt, an der den Fenstern gegenüberliegenden Wand in dichter Reihung aufgestellt. Der westliche Flügel ist der italienischen, der östliche der flämischen Malerei vorbehalten.
Trotz der Verluste im 2. Weltkrieg, die durch adäquate Bilder aus anderen Schlössern und Museen ausgeglichen werden konnten, vermittelt die Galerie auch heute noch den alten Ensembleeindruck einer höfischen Galerie des 18. Jahrhunderts.